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Jubiläum im Regent’s Park: Deutsche Bank bereits
zum 10. Mal Partner der Frieze London



Als eine der weltweit wichtigsten Kunstmessen geht die Frieze London immer wieder neue Wege, um dynamisch zu bleiben. Seit dem zweiten Jahr ihres Bestehens wird sie dabei von der Deutschen Bank als Partner begleitet. Wie jedes Jahr ist die Deutsche Bank auch auf der Messe präsent – mit einer Lounge, in der sie Arbeiten aus ihrer Sammlung präsentiert. Im Mittelpunkt steht diesmal die feministische Postkarteninstallation Woman to Go von  Mathilde ter Heijne. Die niederländische Künstlerin, der in den Frankfurter Deutsche Bank-Türmen eine ganze Etage gewidmet ist, hat für dieses Projekt die Biographien von rund 300 vergessenen Frauen recherchiert. Es sind Künstlerinnen, Piratinnen oder Suffragetten, die der männlich dominierten Geschichtsschreibung zum Opfer gefallen sind. Deren außergewöhnliche Biographien kombiniert ter Heijne auf ihren Postkarten mit historischen Fotoporträts unbekannter Frauen. Die Besucher der Lounge sind eingeladen, die Postkarten mitzunehmen – als ein Stück Geschichte und Inspiration für die Gegenwart. Spezielle Versionen der Installation wurden auch für die ArtMag-Stände auf der Frieze Art Fair und der Frieze Masters entworfen. Auch hier können Besucher ter Heijnes Postkarten mitnehmen. Neuabonnenten des Magazins erhalten hier zusätzlich eine mit einem Woman to Go-Motiv bedruckte Tasche.

Zum Erfolgsrezept der Messe gehört, dass sie nicht nur als Marktplatz, sondern auch als kulturelle Plattform Maßstäbe setzt. Immer war die Frieze eine Messe für wichtige Sammler, aber auch ein Publikumsevent, zu dem inzwischen über 60.000 Besucher strömen. Dieses Jahr präsentiert sich die Messe im Regent’s Park mit noch mehr Raum in einer neuen Architektur des Londoner Büros Carmody Groarke, die seit 2011 für das Design der Zelte verantwortlich sind. Erneut nehmen über 150 internationale Galerien teil. Neu hinzu kommen große Namen wie Blum & Poe (Los Angeles) und Max Hetzler (Berlin) oder auch Newcomer wie die Istanbuler Galerie Rodeo, die zuvor bei der jungen Sektion Frame vertreten war und jetzt die Hauptmesse erobert.

Immer schon gehörten die Frieze Projects zu den Höhepunkten der Messe. Unter der Leitung von Nicola Lees werden diese Auftragsarbeiten dieses Jahr noch interdiziplinärer. Bereits als Kuratorin an der Serpentine Gallery ermutigte sie an der Seite von Hans-Ulrich Obrist Künstler mit unterschiedlichsten Medien zu experimentieren. Jetzt erfindet Lees für die Frieze Projects ein neues Format: Erstmals präsentieren die eingeladenen Künstler ihre Arbeiten auf einer von Andreas Angelidakis entworfenen, modularen Bühne, die sich jeden Tag verändern wird. Rivane Neuenschwander, deren Arbeiten in den Frankfurter Deutsche Bank-Türmen eine ganze Etage gewidmet ist, bezieht bei ihrer Performance das Publikum mit ein. Und knüpft dabei an The Conversation (2010), eine ihrer jüngsten Installationen, an, die von Coppolas gleichnamigen Überwachungs-Thriller inspiriert ist. Auch Gerry Bibbys Performancezyklus beruht auf der Idee der Mitwirkung. Die Hauptrollen spielen allerdings Mitarbeiter der Messe und eine Menge Austern, die verspeist werden. Und bei Ken Okiishi mischen sich sogar Roboter unters Publikum.

Nur wenige Gehminuten von der Frieze London entfernt zeigt die Frieze Masters Kunst von der Antike bis zum 20. Jahrhundert – aus einem zeitgenössischen Blickwinkel. Die Deutsche Bank ist auch Partner dieser Messe. Schon letztes Jahr begeisterten ihre außergewöhnliche Qualität und der einzigartige Mix unterschiedlichster Epochen. Wieder kommen rund 120 der weltweit führenden Galerien und Kunsthandlungen nach London. Und auch hier entsteht die Spannung aus dem Bezug zur aktuellen Gegenwart. Das zeigen etwa die Frieze Masters Talks, bei denen Künstler wie John Currin, Beatriz Milhazes oder Catherine Opie mit Direktoren und Kuratoren über den Einfluss historischer Positionen auf ihre künstlerische Arbeit diskutieren.

Frieze London & Frieze Masters
17.-20. Oktober 2013
Regent's Park, London




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