Georg Baselitz, Volk Ding Zero - Folk Thing Zero, 2009. Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin. Photo: Jochen Litkemann
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Georg Baselitz working on „Volk Ding Zero - Folk Thing Zero“. © Martin Mueller Fotografie
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Georg Baselitz, Volk Ding Zero - Folk Thing Zero, 2009. Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin. Photo: Photo: Luiz Marini
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Georg Baselitz, Volk Ding Zero - Folk Thing Zero, 2009. Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin. Photo: Photo: Luiz Marini
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Caravaggio, Raffael, Rubens, Tizian – die Sammlung der Galleria Borghese zählt zu den hochkarätigsten Italiens. Das am Rande einer ausgedehnten Parkanlage im Zentrum Roms gelegene Museum präsentiert aber auch immer wieder zeitgenössische Positionen im Dialog mit den Gemälden und Skulpturen aus Renaissance und Barock. So ist in der Ausstellungsreihe Committenze Contemporanee nach Künstlern wie Giulio Paolini oder Nedko Solakov jetzt Georg Baselitz zu sehen. Die von der Deutschen Bank geförderte Schau Made in Italy/Fatto in Italia präsentiert in der Uccelliera, dem ehemaligen Vogelhaus der Villa, zwei monumentale Skulpturen des Malers, der seit 1979 auch als Bildhauer arbeitet. Mit ihrer expressiven, groben Formensprache stehen die aus Holz gefertigten Arbeiten in einem reizvollen Gegensatz zu der kühlen Eleganz von Marmorskulpturen wie Berninis Meisterwerk Apoll und Daphne (1622–25). Baselitz’ 2009 entstandene Skulptur Volk Ding Zero erinnert an die gebrochenen Helden seiner Gemälde. Zugleich verweist sie auf die "primitive" Kunst, von der sich die europäische Avantgarde inspirieren ließ, und das seit dem 14. Jahrhundert bekannte Passionsmotiv "Christus in der Rast". Der hölzerne Gigant entstand in Baselitz’ Studio in Imperia an der italienischen Riviera. Die Verbundenheit des Künstlers mit Italien besteht seit langem: 1965 verbrachte er als Stipendiat der Villa Romana ein halbes Jahr in Florenz.
Georg Baselitz zählt zu den wichtigsten und eigenwilligsten Protagonisten der deutschen Nachkriegskunst. Sein Werk bildet auch einen der Grundsteine der Sammlung Deutsche Bank. Bereits 1981, am Anfang ihrer Sammlungstätigkeit, erwarb die Deutsche Bank bedeutende Arbeiten des 1938 geborenen Künstlers. Eine Auswahl der Sammlungswerke wurde im Rahmen einer großen Einzelausstellung gezeigt, die 1997 in der Staatlichen Kunsthalle Moskau Kleine Manege ihre Premiere feierte und dann auch in den Städtischen Kunstsammlungen Chemnitz und der Johannesburg Art Gallery zu sehen war. 1999 feierte ihn das Deutsche Guggenheim mit der Schau Nostalgie in Istanbul. Im Frankfurter Hauptsitz war seinem Oeuvre eine eigene Etage gewidmet. Aber auch im Rahmen der neuen, internationalisierten und verjüngten Kunstausstattung ist Baselitz in den Deutsche Bank-Türmen präsent: als Klassiker unter den Zeitgenossen haben seine Arbeiten ihren Platz im Vorstandsbereich gefunden.
Georg Baselitz: Fatto in Italia/Made in Italy
Galleria Borghese (Uccelliera), Rom
22.06. – 20.11.2011
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