Isa Genzken, Slot Machine, 1999-2000
Private Collection, Berlin
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Isa Genzken, Hospital (Ground Zero), 2008
Collection Charles Asprey
Courtesy Hauser & Wirth Zürich London and Galerie Daniel Buchholz, Cologne/Berlin
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Isa Genzken, Oil, German Pavilion, Venice Biennale, 2007
(on the floor) OIL XV, 2007, mixed media, 35 x 220 x 380 cm, (on the wall) OIL XVI, 2007,
Courtesy the artist and Galerie Daniel Buchholz, Cologne/Berlin
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Isa Genzken, New Buildings for Berlin, 2004
Ringier Collection, Switzerland
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Isa Genzken , Fuck the Bauhaus (# 4), 2000
Private Collection, Turin
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Isa Genzken, Disco ‘Soon’ (Ground Zero), 2008
Courtesy Hauser & Wirth Zürich London and Galerie Daniel Buchholz, Cologne/Berlin
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Mitten im East End, dem lebendigen Arbeiter- und Migrantenviertel Londons gelegen, war die Whitechapel Gallery schon immer viel mehr als ein Stadtteilmuseum. Hier stand 1958 die erste britische Pollock-Schau auf dem Programm, hier wurden David Hockney und Gilbert and George erstmals Mal einem großen Publikum vorgestellt. Frisch renoviert und um die Räume einer benachbarten Stadtbibliothek erweitert, feiert das Ausstellungshaus seine Wiedereröffnung jetzt mit der Isa Genzken-Schau Open, Sesame!. Es ist erste umfassende Retrospektive der 1948 geborenen Künstlerin. Erstaunlich – gilt Genzken doch spätestens seit ihren um 2000 entstandenen Assemblagen als eine der eigenwilligsten Künstlerinnen unserer Zeit. So verbindet sie in Empire/Vampire – Who kills Death (2003) riesige Cognac-Schwenker, Fantasy-Plastikfiguren, Spiegelfolien zu fragilen Tableaus zwischen Trash, Glamour und Apokalypse. Mit ihrer Installation Oil setzte sie diesen Weg fort. Die Künstlerin verwandelte den Deutschen Pavillon auf der Venedig-Biennale 2007 in ein ebenso futuristisches wie morbides Gesamtkunstwerk. Die Realisation dieser Arbeit wurde von der Deutschen Bank ermöglicht, in deren Sammlung die Künstlerin seit den frühen Neunzigern mit zahlreichen Arbeiten vertreten ist.
Die schwebenden Astronauten aus dem Deutschen Pavillon sind jetzt in London zu sehen. Ebenso Genzkens Antwort auf den Architekturwettbewerb für Ground Zero, Hospital (2008), einem auf einem Sockel stehenden Blumenstrauß, oder ihre Installation Straßenparty (2008), einer Mischung aus Karnevalsumzug und Totentanz. Die gemeinsam von der Whitechapel Gallery und dem Kölner Museum Ludwig konzipierte Schau stellt Genzkens Werk in seiner ganzen Bandbreite vor – von den Ende der 1970er Jahre entstandenen minimalistischen Ellipsoiden, den Betonskulpturen, Filmen und Fotoarbeiten bis zu ihren aktuellen Arbeiten – Assemblagen und Rauminstallationen, mit denen sie wie kaum ein anderer Gegenwartskünstler die widersprüchlichen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Bedingungen einer aus den Fugen geratenen Welt reflektiert.
Isa Genzken: Open, Sesame! Whitechapel Gallery, London 5 April - 21 June 2009
Isa Genzken. Sesam, öffne Dich! Museum Ludwig, Köln 15. August bis 15. November 2009
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